Strumpfbandnatter /Thamnophis
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtier (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Nattern (Colubridae)
Unterfamilie: Wassernattern (Natricinae)
Gattung: Strumpfbandnatter (Thamnophis)

Strumpfbandnatter / Thamnophis
Lebensraum
Die Strumpfbandnatter ist die am häufigsten vorkommende Schlangenart von Nordamerika und die wahrscheinlich beste erforschte Schlangenart der Welt. Der Lebensraum reicht vom Atlantik bis zum Pazifik und vom 60. Breitengrad bis Florida. Auch in Mexico ist die Gattung Thamnophis vertreten. Das Klima in Nordamerika ist mit dem in Deutschland vergleichbar. Es gibt einige Strumpfbandnattern, die ein sehr starkes aquaristisches Leben (Wasser gebundenes Leben) führen und welche, die überwiegend terraristisch leben. Die Strumpfbandnatter ist in Feuchtgebieten wie z.B. an Flüssen, an Seen, an Bächen, an Tümpeln, an Kanälen, an Sümpfen, auf Weiden, auf Wiesen, auf Brachland und in Wäldern anzutreffen. Das heißt nicht, das eine feuchte Haltung ihr gut tut! Sie lebt dort, weil sich ihr Nahrungsspektrum dort befindet. Aber es wurden schon Tiere weit vom Wasser entfernt entdeckt. Ebenfalls sind Strumpfbandnattern in Großstädten zu finden z.B. New York. Die im Norden von der USA beheimateten gemeinen Strumpfbandnattern (Thamnophis sirtalis) müssen sehr kalte Winter überstehen. Die Temperaturen fallen in der Nacht auf -20 Grad ab. Da Schlangen Kaltblüter sind ist das für eine Schlange eine enorme Belastung. Deswegen wird sie auch als Überlebenskünstler bezeichnet. Das heißt, dass alle Schlangen die Umgebungs-Temperatur annehmen. Nach dem die Winterruhe beendet ist, kommen die Rotseitigen-Strumpfbandnattern zu Tausenden aus den Überwinterungshöhlen. Gleich danach fangen die ersten Paarungen an. In der Paarung werden die Weibchen von unzähligen Männchen verfolgt und es entsteht ein sogenannter Paarungsknoten. Ein Paarungsknoten besteht aus vielen Männchen und einem Weibchen. Strumpfbandnattern sind lebend gebärend. Die Jung- und Alttiere werden oft von anderen Tieren gefressen wie z.B. Fische, Vögel, Ochsenfrosch, Marder, Füchse, Katzen und anderen Schlangen (z.B. Königsnattern).
Nach umfangreichen Tests, konnten Forscher feststellen, dass die Strumpfbandnatter bei dem Geruch einer Königsnatter, panisch das Gebiet verläßt. Am Liebsten flieht sie ins Wasser, denn dort ist sie viel schneller.
Die Königsnatter ist eine gefürchtete Schlange, die gerne andere Schlangen verspeist. Sehr beeindruckend ist das die Königsnatter gegen verschiedene Schlangengifte immun ist.
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Beschreibung
Im Laufe der Evolution haben sich aus den Echsen die ersten Urschlangen gebildet. Die erste mit den Schlangen zu vergleichenen Schlangenart war die Lapparentophis defrennei, von der Fossilienfunde, aus der Jura entdeckt wurden (100 000 000 Jahren).
Die Schwimm- und Wassernattern stammen aus den Asiatischen Raum und kamen über die Behringstraße nach Nordamerika. Der zentrale Ausbreitungspunkt für die Art Thamnophis ist der mexikanische Raum.
Wie bei allen Schlangen sind die Organe formverändert. Denn der Schlangenkörper ist ja länglich und somit sind die Organe länglich gestreckt. Die linke Lunge ist atrophiert.
Jeder, der ein Schlangenskelett schon mal gesehen hat, wird fasziniert sein, wie viele Rippenpaare eine Schlange besitzt. Die Strumpfbandnatter besitzt 160 bis über 400 Rippen und 180 bis 400 Wirbel. Wussten Sie eigentlich, dass eine große Riesenschlange nicht mehr Wirbel als eine Thamnophis besitzen muss. Die Rippen sind frei beweglich und der Brustkorb ist stark dehnbar, was erlaubt große Beutetiere zu verschlingen. Die Thamnophis besitzt kein Beckengürtel. Einen Beckengürtel besitzen nur primitive Schlangen, wie die Blindschleiche, Rollschlange, Spitzkopfphyton, Riesenschlangen und karibische Boas. Es können auch Reste eines Oberschenkels vorhanden sein (Afterklaue). Diese Afterklaue ist bei den Männchen stärker ausgebildet als bei den Weibchen, denn die Klaue hilft den Männchen bei der Paarung.
Am interessantesten ist wahrscheinlich der Schädel, weil hier die Erklärung ist, warum die Schlange so große Beute verschlingen kann. Der Oberkiefer ist mit dem Schädel nur locker verbunden. Das Quadratbein hat keinerlei Verbindung mit dem Oberkieferknochen und somit kann das Maul fast bis zu 180 Grad geöffnet werden. Außerdem kann der Unterkiefer sich in der Mitte spalten, dadurch können große Beutetiere verschlungen werden (Der Unterkiefer ist gar nicht zusammengewachen sondern in zwei Teile geteilt).
Bei der Thamnophis fällt noch die besondere Beschuppung des Kopfes auf. Eine Besonderheit ist noch, dass das Analschild nicht wie bei den anderen Schwimmnattern geteilt ist.
Die Thamnophis siritalis siritalis besitzt 7 Oberlippen- und 10 Unterlippenschilder,19-21 Dorsalis in der Körpermitte und 137-167 Ventralia sowie bis zu unglaublichen 54 Subcaudalschilder. 1 Prä- und 3 Postocularschild kommen noch oben drauf.
Die Strumpfbandnatter kommt in den unterschiedlichsten Farbformen vor. Von grau zu blau über rot bis hin zu gelb. In der Gefangenschaft sind auch besondere Farbzuchten entstanden zum Beispiel Albinos oder melanesische Tiere.
Bei den meisten Strumpfbandnattern sind drei Streifen vorhanden einer auf den Rücken und jeweils einer auf jeder Seite. Die Anordnung erinnert an ein Strumpfband, deswegen auch der Name.
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a) Giftigkeit
Grundsätzlich ist die Strumpfbandnatter ungiftig. Obwohl sie eine Giftdrüse besitzt, in der sich ein Art Gift befindet. Aber sie besitzen keine mit Kanülen verbundenen Giftzähne. Das Gift wird vermutlich zum Abtöten von Bakterien und zum Verschleimen der Beute benötigt. Es kann zu leichten Vergiftungserscheinungen bei gebissenen Menschen führen, wie zum Beispiel zu Rötungen und Anschwellungen. Es gibt folgende Zahntypen: Glattzähner (Aglypha) die eine Giftrinne oder einen Giftkanal besitzen. Diese werden noch in Furchzähne (Opisthoglypha), Vorderfurchzähner (Proteroglyha) und den Röhrenzähner (Solenoglypha) unterteilt.
Die Strumpfbandnatter gehört zu den Aglypha und besitzt wurzellose, nach hinten gerichtete Zähne die im Zahnfleisch versteckt sind. Der Unterkiefer besitzt eine und der Oberkiefer besitzt zwei Zahnreihen.
Stark aquaranisch lebende Strumpfbandnattern besitzen oft mehr Zähne als die terranischen Tiere. Durch die vielen Zähne kann die Nahrung besser festgehalten werden (Fische, Frösche). Die drei letzen Zähne im Oberkiefer sind oft vergrößert.
Ernährung
a) Nahrung
In der freien Natur fressen Strumpfbandnattern Amphibien, Fische, Nager, und sogar kleine Vögel. In der Gefangenschaft weicht dieses etwas ab. In der Gefangenschaft dürfen aus Naturschutzgründen keine Amphibien verfüttert werden . So kann man auf Fische, Baby Mäuse und Würmer zurückgreifen. Es ist mir auch bekannt das Eintagsküken gefressen werden. Die Strumpfbandnattern haben einen relativ schnellen Stoffwechsel und deswegen müssen sie öfter fressen. Die Thamnophis sind aktive Jäger das heißt sie sind keine passive Jäger wie der „Kupferkopf“ der sich im Laub eingräbt und wartet bis die Beute zu ihm kommt. Dabei legt die Thamnophis am Tage mehrere Kilometer zurück. Auch Gewässer werden abgetaucht und eventuell Fische gefangen und gefressen. Es wurde auch schon beobachtet das sie Aasfresser sind und tote Amphibien und Fische fressen (deswegen das Gift).
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b) Nahrungsaufnahme
Die Strumpfbandnatter gehört zu den Schlangen, die ihre Beute lebend verschlingt.
Es gibt drei Tötungsarten wie Schlangen die Beute töten: Würgeschlangen erwürgen ihre Beute, Giftschlangen töten ihre Beute mit Gift und die Wurmschlangen und Nattern speicheln die Beute ein und schlingen sie lebend runter. Die Beute wird im Ösophagus ersticken.
Ist zum Beispiel ein Tauwurm das Beutetier, so schnappt die Strumpfbandnatter zu und schleimt den Wurm voll und schluckt ihn wie eine Nudel runter. Für Nagetiere hat sie auch eine sehr starke Speicheldrüse, die das Beutetier gleitfähiger macht um es besser schlucken zu können.
Zur Nahrungssuche besitzen die Schlangen hervorragende Möglichkeiten.
Das wichtigste ist das Jacobson´sche Organ das sich am Obergaumen befindet. Mit Hilfe der gespaltenen Zunge werden aus der Luft Partikel aufgefangen und mit dem Jacobson´schen Organ ins Gehirn zum Richkolben weitergeleitet. So können die Schlangen in der Luft den Geruch von Beutetieren wahrnehmen.
Ebenfalls sehr erstaunlich ist das die Wassernattern Farben erkennen können. Die Strumpfbandnatter kann die Beute bis zu einer Reichweite von 50 cm sehr gut und scharf sehen.
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Lebensweise
Das Jahr einer Strumpfbandnatter besteht aus einem Frühling, Sommer, Herbst und den Winter. Da es in den meisten Bundesstaaten der USA zum Winter hin kalt wird, muss die Strumpfbandnatter eine Winterruhe halten. Diese Winterruhe kann vom Oktober bis März andauern. Die Thamnophis ist in der Regel ein Einzelgänger außer zur Winterruhe, wenn alle Strumpfbandnattern in die Höhle kommen, um dort ungestört die kühle Jahreszeit zu verbringen.
Wie oben beschrieben ist, gibt es manche Strumpfbandnattern, die mehrere Kilometer am Tag zurücklegen. Dabei sind Bäche, Flüsse, Kanäle, Wälder oder sogar eine Stadt kein Hindernis. Amerikanische Forscher gehen davon aus, dass die Strumpfbandnatter sich mit Hilfe von Landmarken, Sonne, Mond und den Sternen orientieren. Eine andere Theorie ist, dass sich die Tiere mit Hilfe des Geruches orientieren.
Ich finde das sich die erste Theorie am wahrscheinlichsten ist, da die Thamnophis für Schlangen sehr gut sehen kann.
Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass die Strumpfbandnatter über ein Zeitgefühl verfügt. Ich füttere meine Tiere alle 7 Tage (immer So). Alle Thamnophisschlangen sind am Sonntag an den Schiebescheiben anzutreffen und wollen ihr Futter. Auch wenn ich eine Fütterung mal ausfallen lasse sind die Tiere den ganzen Tag an der Tür in Bewegung. Wenn sie merken es gibt nichts dann kommen sie einfach am nächsten Sonntag an die Scheibe.
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Fortpflanzung
Nach der Winterruhe, wenn die ersten Sonnenstrahlen in die Höhlen dringen und die Temperaturen steigen, erwachen auch die Strumpfbandnattern. Zu Tausenden strömen nun die Tiere aus den Höhlen. Weibchen werden von unzähligen Männchen belästigt und verfolgt. Viele Weibchen haben den Stress der Paarung nicht überlebt. Nach der erfolgreicher Paarung werden 2-3 Monate später viele Schlangenbabys geboren (5-90Babys). Die Strumpfbandnattern bringt lebende Schlangen auf die Welt.
Strumpfbandnattern Artenschutz
Kurzkopf-Strumpfbandnatter Thamnophis brachystoma | Indiana New York | bedroht |
Butlers- Strumpfbandnatter Thamnophis butleri | Indiana | geschützt |
Mexikanische- Strumpfbandnatter Thamnophis eques | Arizona/New Mexico | gefährdet |
Riesen- Strumpfbandnatter Thamnophis gigas | Kalifornien | geschützt |
Zweistreifen- Strumpfbandnatter Thamnophis hammondii | Kalifornien | geschützt |
Karierte- Strumpfbandnatter Thamnophis marcianus | Kansas | geschützt |
Westliche Bändernatter Thamnophis proximus | Indiana/Kentucky/NewMexico/Wisconsin | Jede Unterart steht unter Schutz! |
Prärie- Strumpfbandnatter Thamnophis radix | Ohio | gefährdet |
Rotpunkt- Strumpfbandnatter Thamnophis rufipunctatus | Arizona/New Mexico | gefährdet/bedroht |
Östliche Bändernatter Thamnophis sauritus | Florida/Illinois/Kenntucky/Maine/Wisconsin | gefährdet |
Gewöhnliche Strumpfbandnatter: Thamnophis sirtalis | | |
| Melanistische Tiere | Ohio | geschützt |
| San-Francisco Strumpfbandnatter | San-Francisco | Streng geschützt |
Thamnophis sirtalis tetrataenia= San-Francisco-Strumpfbandnatter
Sie ist seit Mitte der 70 Jahren in der USA unter Artenschutz gestellt. Nur wenige Exemplare leben in der freien Natur. Die Haltung dieser Art ist von Privatpersonen verboten. In Deutschland ist die Haltung erlaubt. Sie sind schwierig zu züchten weil, in den 70er nur sechs ausgewachsene Tiere aus den USA nach Europa gekommen sind. Das heißt, dass alle in Europa erhältlichen Tiere aus zwei von den sechs Tieren stammen und es ist ja bekannt , dass zur erfolgreichen Zucht blutsfremde Tiere wichtig sind. Wenn dieses nicht eingehalten werden kann, so können die Jungtiere behindert auf die Welt kommen. Außerdem ist das Immumsystem stark geschwächt und die Tiere werden schneller krank.
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Haltung
Terrarium:
Für die Haltung von Strumpfbandnattern haben sich Glasterrarien bewährt. Es können aber auch andere Materialien verwendet werden. Nur wichtig ist, dass diese Terrarien ausbruchsicher sind. Die Maße des Terrariums sollten min. 80x60x30 cm betragen, diese Größe reicht für höchstens drei ausgewachene Tiere. Ich verwende die Terrariengröße 100x50x50 cm. Die Wärmezufuhr wird durch einen Spot gegeben. Bei dieser Terrariengröße reicht eine Lampe von 40 Watt. Zu beachten ist das die Wärmelampe außerhalb des Terrariums anzubringen ist, denn die Tiere können sich sonst tötliche Verletzungen zu ziehen. Ein wichtiger Punkt der bei allen Reptilien berücksichtigt werden muss, ist das der Heizstrahler nur 1:3 des Terrariums aufheizt, so entsteht ein Temperaturgefälle was für Reptilien sehr wichtig ist, so können die Tiere ihre bevorzugte Temperatur aufsuchen. Optimale Temperaturen für die Haltung von Strumpfbandnattern sind 24° bis zu 30°. In der Nacht kann die Temperatur auf 20 Grad abfallen. Die Dauer der Beleuchtung (in den Sommermonaten) kann von 12 bis hin zu 14 Stunden betragen. Die Luftfeuchtigkeit sollte nicht über 65% steigen. Sonst können schwere Krankheiten auftreten. Es ist anzuraten das Wasserbecken nicht unter den Heizstrahler zu stellen . Da dies eine höhere Luftfeuchtigkeit verursacht.
Das Bodensubstrat kann ganz unterschiedlich ausfallen. Ich zum Beispiel benutzte M&S Reptile-Wood Fine, dieses Substrat kann nicht schimmeln. Es können auch andere Bodensubstrate verwendet werden. Torf hat den Nachteil, dass sich Parasiten im Torf gut und schnell vermehren können. Hierbei besteht ein großes Risiko von Erkrankungen. Ich habe das M&S Reptile-Wood Fine getestet und kam zu dem Entschluss, dass dieses Substrat sehr gut für die Haltung von Schlangen geeignet ist. Es bestehen Vorteile aber auch Nachteile.
Vorteile: Sehr feine Struktur, keine Staubentwicklung, Kot wird schnell entdeckt und es ist relativ günstig.
Nachteile: Nach längerer Zeit, wo die Tiere über das Substrat kriechen, wird es sehr fest und die Tiere kriechen auf eine Art verdichteten Gartenboden.
Alles im allen, ist dieses tolle Bodensubstrat zu empfehlen. Das Problem mit dem Verdichten kann man lösen, in dem man den Boden wieder auflockert. Ein Vorteil daran besteht, man sieht das die Tiere aktiv sind!
Den Tieren sollten Versteckmöglichkeiten angeboten werden. In Form von einer umgedrehten Bonsaischale oder einer Terrarienhöhle. Ich verwende sehr gerne Bonsaischalen, da diese Schalen optimal sind. Es befinden sich zwei Löcher im Boden, es gibt verschiedene Größen und verschiedene Farben, für die Tiere ist es schön dunkel. Ich habe auch gute Erfahrungen mit Korkrinde gemacht. Während der Häutung nutzen die Schlangen sie gerne zum abstreifen der alten Haut. Die Korkstücken werden bei der Reinigung für 30 sec. in der Mikrowelle erhitzt. Die Korkrinde ist anschließend fast steril. Da Strumpfbandnattern äußerst gerne baden ist eine ausreichend große Wasserschale von ca. 3 Litern anzubieten. Auch hier gibt es viele Varianten von Glas über Kunststoff bis hin zu Stein. Das wichtigste hierbei ist, dass die Gefäße sich gut reinigen lassen, da die Tiere oft in das Wasser koten.
Was ist mit UV Licht? Viele sagen das Strumpfbandnattern kein UV Licht benötigen. Ich sage das stimmt nicht, es ist schon richtig das die Tiere lange ohne auskommen, aber in der freien Natur werden auch sie mit UV Licht belastet. In der Gefangenschaft ist das UV Licht für die Produktion von Vitamin D3 nötig. Vitamin D3 benötigt der Körper um Kalzium aufzunehmen. Also sollte jede Thamnophis die Möglichkeit bekommen etwas UV Licht zu tanken.
Dies erreicht man indem man das Tier in eine Fauna-Box setzt und sie für etwa 15 min in die Sonne stellt. Es ist darauf zu achten,das die Tiere nicht überhitzen.
BITTE BEACHTEN DAS DIE STRUMPFBANDNATTERN ALS AUSBRUCHSKÜNSTLER GELTEN!

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Fütterung:
Strumpfbandnattern kann man in der Gefangenschaft relativ gut abwechslungsreich ernähren. Das Futterspektrum setzt sich wie folgt zusammen:
- Fisch (Stinte)
- Baby Maus oder Springer
- Hühnerherz
- Küken bitte beachten das kleine Knochen das
Tier verletzen können.
- Tauwurm
Bei den Stinten ist zu beachten, dass nur Süßwasserstinte verwendet werden sollen. Da in Salzwasserstinten viele Endoparasiten vorhanden sind. Wenn man also Süßwasserstinte verwendet, kommt es zu einen Vitamin B-Mangel. In den Weißfischen befindet sich ein Emzym das Vitamin B abbaut. Mehr über das Thema Vitamin B
Es ist zu empfehlen ganze Fische zuverfüttern.
Stinte kann man vom Zoofachhandel oder aus dem Internet beziehen.
Mäuse sind für die Verfütterung von Schlangen nicht wegzudenken. Bei Strumpfbandnattern ist darauf zu achten das die Tiere nicht verfetten. Aber trotzdem müssen sie öfters gefüttert werden, da sie einen schnellen Stoffwechsel besitzen.
Zur Auswahl stehen folgende Mäuse: Baby Mäuse, Specky oder Springer. Mäuse sollten bei Strumpfbandnattern tot verfüttert werden, sonst könnte die Maus die Schlange töten.
Ich würde empfehlen sich im Internet zu erkundigen. In den Zoogeschäften sind die Tiere überteuert!
Hühnerherze bekommt man bei einer Fleischerei oder im Supermarkt. Die Verfütterung von Hühnerherzen ist eine gute Fütterungsergänzung, die aber nicht zu oft gegeben werden sollte.
Bei den Eintagsküken sind eher die Innerein das wichtigste. Ich schneide den Bauchraum des toten Kükens (tiefgefroren) mit einem Skalpell auf und hole die Innerein heraus diese werde ich jetzt den Tieren geben. Ich gebe den Tieren die Innerein höchstens alle 8 Wochen.
Der gute alte Wurm. Zur Verfütterung sollte auf die Gattung Dendrobena zurückgegriffen werden, denn die sogenannten Kompostwürmer können giftig sein.
Gerade bei Thamnophis, die nicht gut fressen oder Jungtiere, die noch nicht ans Futter gehen, können Würmer große Erfolge bringen. Auf die dauerhafte Verfütterung von Würmern sollte verzichtet werden.
Wümer bekommt man im Zoofachhandel oder im Internet
Da wie schon erwähnt Strumpfbandnattern einen sehr schnellen Stoffwechsel (für Schlangen) besitzen, sollte auf die Fütterungsmenge und die Fütterungszeiten geachtet werden. Ich füttere alle 7 Tage meine Tiere . Da bekommen die adulten Weibchen 3 große Stinte und die Männchen 2 mittlere Stinte. Ich füttere immer abwechselnd mit Fisch und Maus und ab und zu mal die Eintagsküken. Bei der Mäusefütterung bekommen die adu. Weibchen einen Springer und die adu. Männchen zwei Speckys.
Es ist auch gar nicht so schlimm, wenn eine Fütterung mal ausfällt.

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Zucht:
Strumpfbandnattern sollten für eine erfolgreiche Zucht eine Winterruhe einhalten. Die Winterruhe ist abhängig von der Unterart. Es gibt Unterarten die bei Zimmertemperatur überwintern können. Diese Unterarten stammen aus den warmen Verbreitungs gebieten. Vor jeder Winterruhe sollte die Schlange eine Fastenzeit von ca. 4 Wochen einhalten, um den Darm vollkommen zu entleeren. Wenn dies nicht geschieht und die Schlange ohne eine Fastenzeit in die Winterruhe geschickt wird, kommt es zum Verfaulen des Magen-Darm-Traktes. Also lieber eine Woche länger fasten als wenn das Tier bei der Winterruhe stirbt. Nach der Fastenzeit wird die Beleuchtungsdauer langsam verringert. Wenn wir bei ca. 4-5 Stunden Beleuchtungdauer angekommen sind, ist es Zeit die Überwinterung im Kühlschrank vorzubereiten. Dafür wir eine Tupperbox mit eingeborten Löchern genommen und etwas feuchtes Retilien Moos hineingegeben. Wenn die Tiere sich vollständig entleert haben kommen die Tiere in die Überwinterungsbox. BITTE DIE BOX RICHTIG VERSCHLIESSEN UND MIT KLEBEBAND ZU KLEBEN. Der perfekte Ort für eine Überwinterung ist der Kühlschrank. Perfekte Temperatur und schön dunkel. Die optimale Temperatur im Kühlschrank liegt bei 10 Grad. Nach ca. 4-8 Wochen kann die Überwinterung langsam beendet werden. Nun erfolgt alles umgekehrt. Die erste Fütterung sollte erst bei erreichen der normalen Temperatur vorgenommen werden.


Unmittelbar nach der Winterruhe finden die Paarungen statt. Die Männchen werden von dem Geruch des Weibchen stimuliert. Das Männchen wird auf den Rücken des Weibchens umherkriechen und versuchen ein von seinen Hemipenisen in die weibliche Kloake zu führen.
Nach der erfolgreichen Paarung sieht man sehr schnell, ob die Paarung erfolgreich war.
Folgende Merkmale treten auf:
-großer Appetit
-höherer Temperaturbedarf
-steigende Aggressivität
-Leibesumfang nimmt zu
Jetzt ist es wichtig dem Tier ausreichend Futter zu bieten und genügend Vitamine und Mineralien zuzufügen. Es hat sich bewährt die Weibchen einzeln zu setzen. Nach ca. 2-3 Monaten kommen die Babys lebend zur Welt. Jetzt sollten die Babys schnellstmöglich rausgefangen werden und in sogenannte Spinnenwürfel gesetzt werden. Pro Spinnenwürfel (30x30x30 cm) können etwa 15 Tiere gehalten werden. Der Spinnenwürfel wird mit Küchenpapier ausgelegt, was die ersten Tage feucht gehalten werden sollte. Da die Tiere nach der Geburt die erste Häutung vor sich haben.
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Ein Aufzucht-Terrarium (Falltür), obtimal für die Aufzucht kleiner Schlangen.
Nach etwa 4-5 Tagen kann die erste Nahrung angeboten werden. Es hat sich bewährt es mit toten und zurecht geschnitteten Würmern zu probieren. Es kommt sehr oft vor, dass einige Tiere strickt die Nahrung verweigern, dann kann man mit einer Knopfkanüle und einer Einwegspritze den kleinen etwas Bioserin verabreichen. Gehen immer noch die Tiere nicht an Futter kann man zu den Bioserin etwas von Herbamed-Elektrolyt-tropfen dazu geben. Die Therapie mit Bioserin und Herbamed wird fünf Tage täglich verabreicht.
Danach sollte man es wieder mit Wurm, Fisch oder auch kleingeschnittenen Baby Mäusen probieren. meist klappt es.
In der Zeit des Wachstums sollten ausreichend Kalzium und Vitamine zugefügt werden!
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Bei weiteren Fragen speziell für die Überwinterung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!